Die Gemeinden im hinteren Zillertal in Tirol
Die protestantischen Auswanderer von 1837 aus dem Zillertal kamen nur aus den Gemeinden im hinteren Zillertal. Dazu zählen Brandberg, Finkenberg, Mayrhofen, Schwendau, Ramsau und Hippach. Eine Ausnahme bildete die Familie Hotter, die aus Aschau aus dem Lederer Hof auswanderte.
Im Foto hinten links erkennt man Mayrhofen, auf der anderen Seite des Zillers Burgstall, Schwendau, Hippach,
die Brücke nach Ramsau und rechts der Schwendberg.
Die Gemeinde Schwendau links im Foto, in der Mitte Hippach mit seiner Kirche und Laimach dahinter. Am Schwendberg im Hindergrund erkennt man die Auffahrt zur Zillertaler Höhenstraße. Rechts im Bild und im Vordergrund Ramsau die Heimatgemeinde von Johann Fleidl, dem Führer der Zillertaler Protestanten von 1837.
Links der heutige Lederer Hof in Aschau aus dem die Familie Hotter 1837 auswanderte nach Preußisch-Schlesien. Heute wird der Erbhof von der Familie Nikolaus Schweinberger bewirtschaftet und Urlaub auf dem Bauernhof angeboten.
Im rechten Foto Finkenberg oberhalb Mayrhofen und im Vordergrund die größte Pendelbahn in Tirol. Die Ahornbahn kann bis zu 160 Personen transportieren.
Ein Blick ins hintere Zillertal von Ramsau nach Mayrhofen.
Rechts Branberg vom Ritzl im Hintergrund Dorf mit Kirche und oben Stein, Winghag und Ahornach.
Brandberg der idyllische Ferienort mit 350 Einwohner liegt auf rund 1100 Meter Höhe. Zu Brandberg gehören die Ortsteile Pignellen, Steglach, Dorf, Windhag, Emberg, Stein, Ahornach, Gruben, Ritzl-Pötzmann, Nößlrain-Klaushof, Häusling, Au und Bärenbad.
Ein Drittel der Bevölkerung musste 1837 Brandberg in Richtung Preußisch-Schlesien verlassen. Dort nahm sie der preußsiche König Friedrich Wilhelm III. auf.
Aus dem Zillergrund, der zu Brandberg gehört, wanderten ebenfalls einige Familien aus. Rechts der Ziller und links der Stucke Hof hoch oben in Brandberg mit Blick in den Zillergrund.
Foto links:
Das Hanserhaus, hoch oben in Brandberg eines der ältesten Bauernhäuser im Zillertal, musste 1837 von Andrä Steindl verkauft werden.
Foto rechts:
Aus dem Tummener Hof in Gerlosberg zog 1837 Bartholomäus Kröll mit seiner Mutter und einem Eselskarren nach Preußisch-Schlesien.
Rund um den Dorfbrunnen von Hollenzen, einem Ortsteil von Mayrhofen, verließen 1837 zahlreiche Protestanten, die von der Obrigkeit nur als Inklinanten bezeichnet wurden, das Zillertal.
Mayrhofen, heute der zentrale Ort des Fremdenverkehrs im Zillertal, war ebenfalls von dieser Auswanderung betroffen.
Der Platz bei den 3 Linden in Schwendau darf wohl als stiller Zeuge der Vergangenheit angesehen werden. Hier versammelten sich die Zillertaler zu den verschiedensten Gelegenheiten; auch 1837 zur Auswanderung aus ihrem Tal in ihre neue Heimat Schlesien.
Aus Hippach, Schwendau und Ramsau wanderte eine große Zahl von Protestanten nach Zillerthal-Erdmannsdorf, heute Myslakowice aus.
Den Namen Hippach trägt die Gemeinde seit der Zusammenlegung der Gemeinden Laimach und Hippach-Schwendberg im Jahre 1973.
Fotos Helga und Horst Bast © 2008-2011





















