• Letzter Blick in die Heimat

    Vertreibung der Zillerthaler Protestanten im Jahr 1837 - Gemälde von Mathias Schmid

  • Die Ahornbahn in Mayrhofen

    ist die größte Kabinenbahn in Tirol. Im Hintergrund einer der sechs Auswandererorte – Finkenberg.

  • Gedenkstein

    für die 1837 ausgewanderten Protestanten aus dem Zillertal in Ramsau/Ziller

  • "Dom Tyrolski"

    in Myslakowice dem früheren Zillerthal-Erdmannsdorf; dieser wurde von Michael Stöckl aus dem Zillertal in Tirol in den 1990er Jahren originalgetreu restauriert.

  • Das Riesengebirge (pl. Karkonosze)

    mit der höchsten Erhebung der Schneekoppe (Śnieżka) 1602 m ist ein Mittelgebirge mit alpiner Vegetation.

  • Das Schloss Erdmannsdorf

    im Herzen des Hirschberger Tals (pl. Kotlina Jeleniogórska) war im 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts die Sommerresidenz der preußischen Könige.

  • In Brandberg im hinteren Zillertal

    verließ 1837 ein Drittel der Bevölkerung das heutige Sonnendorf in Richtung Schlesien.

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Diese Homepage beschäftigt sich mit der Auswanderung und den Nachfahren der Zillertaler Protestanten von 1837.

Einführung in die Geschichte der Zillertaler Protestanten

427 Zillertaler Protestanten mussten das Zillertal 1837 aus religiösen Gründen verlassen. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. nahm 416 der Zillertaler auf und siedelte sie in Schlesien im Hirschberger Tal in Erdmannsdorf an. Elf von ihnen wanderten nach Kärnten und in die Steiermark in bestehende Toleranzgemeinden aus. 1945/46 mussten die Nachfahren durch die Folgen des 2. Weltkrieges Schlesien verlassen. Heute leben sie im gesamten Bundesgebiet in Deutschland, der Schweiz, Frankreich und den USA.
Eine größere Anzahl von Nachfahren, etwa 600 Personen, leben heute in Chile mit Schwerpunkt rund um den Llanquihue-See. Von 1856 bis 1860 wanderten 54 ihrer Tiroler Vorfahren von Zillerthal-Erdmannsdorf in Schlesien nach Chile aus.

In Australien leben heute noch Nachfahren der Familien Fankhauser und Geisler, deren Vorfahren 1849 von Zillerthal-Erdmannsdorf in Schlesien nach Australien auswanderten.

Die runden Jahrestage der Ansiedelung der Zillertaler im Hirschberger Tal wurden von der Bevölkerung, den Zillertalern und ihren Nachfahren immer gebührend gefeiert. Zum 50. Jahrestag 1887 wurde vom Lehrer Gustav Hahn und zum 100. Jahrestag 1937 von Heinrich Marschner ein Buch über die Geschichte der Einwanderung der Zillertaler in Schlesien veröffentlicht.

2012 jährte sich zum 175. Mal die Auswanderung der Protestanten aus dem Zillertal. Zu diesem Anlass fand im hinteren Zillertal in den sechs Auswandererorten Mayrhofen, Ramsau, Brandberg, Finkenberg, Schwendau und Hippach die 175-Jahr-Feier statt. Aus ganz Deutschland, ja aus Chile, Australien, USA, der Schweiz, Polen, Tschechien, Spanien und Österreich kamen über 250 Nachfahren und sehr viele Gäste im Mai ins Zillertal.

Zur 175-Jahr-Feier veröffentlichten Helga und Horst Bast, Nachfahren der Zillertaler Auswanderer, ihre Forschungen zu den Familien, über die Auswanderung, den Weg von Zillertal nach Schlesien und die Ansiedelung im Hirschberger, in einem fast 700 Seiten umfassenden Buch.
Ihre Ur-Ur-Großeltern Kajetan Hotter aus Brandberg im hinteren Zillertal und seine Ehefrau Maria Kröll aus Schwendau mussten mit den 427 Protestanten ihre Heimat Richtung Preußisch-Schlesien verlassen. Neben der Geschichte der Zillertaler Auswanderer beinhaltet das Buch die Genealogie aller ausgewanderten Familien, eine Beschreibung der 66 Häuser in Zillerthal-Erdmannsdorf sowie das Leben der Tiroler im Hirschberger Tal.